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Aaravindha Himadra – In eigenen Worten
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Frage: Ich habe mit einigen deiner Schüler und mit Sambodha-Lehrern gesprochen und auch einige deiner öffentlichen Vorträge besucht. Dabei habe ich in Bezug auf deine besondere Art der Sicht die Ausdrücke "Orakel" und "Saumedhika" gehört. Kannst du uns dazu ein bisschen mehr sagen? Was bedeutet es, über diese spezielle Art der Sicht zu verfügen?

Aara_Wald300x413.jpg

Aaravindha: Früher habe ich statt "Saumedhika" den Ausdruck "orakulare Sicht" verwendet. Der Grund dafür war ganz einfach das Fehlen einer begrifflichen Alternative europäisch-westlicher Referenz. Erst vor ein paar Jahren hörte ich erstmalig die korrekte Bezeichnung, als ich den Spätsommer in einem verborgenen, sehr entlegenen Tal im Himalaya verbrachte. An einem herrlichen, sonnigen Morgen bot mir einer der sechs dort lebenden "Amartya" Meister eine Erklärung dafür - eine sehr umfassende und tiefgehende Erklärung. Der Einfachheit halber teile ich an dieser Stelle nur seine einleitende Beschreibung mit euch: Die Bezeichnung, die er verwendete, war "Saumedhika Vibhuti". Er zog als Analogie eine nie versiegende Quelle heran, aus der makelloses und ansonsten verborgenes höheres Selbstwissen direkt aus den Tiefen eines "himmlischen Gewölbes reinen Wissens" heraus, das er "Nabho'ghana Akash" nannte, erkennbar gemacht und hervorgebracht werden kann. Es war ihm wichtig, mir zu versichern, dass er sich völlig darüber im Klaren ist, dass diese Art der Sicht für mich nicht neu war, sondern dass ich sie in vielen vorangegangenen Leben im Seva dargeboten habe. Worte reichen nicht aus, das Entzücken zu beschreiben, das ich in der Gegenwart dieses großartigen unsterblichen Wesens empfunden habe.


Frage: Handelt es sich um eine Art von Channeling oder mediale Fähigkeit?

Aaravindha: Wenn Menschen zum ersten mal davon hören, vermuten sie oft, Saumedhika sei eine Art parapsychologisches Phänomen. Tatsächlich hat sie mit übersinnlicher Wahrnehmung wenig zu tun. Mit Channeling hat sie gar nichts zu tun. Übersinnliche Wahrnehmung ist das Ergebnis einer erhöhten Sensitivität, die ein subtiles sinnliches Erfassen unsichtbarer oder verborgener Aspekte des Lebens erlaubt, die normalerweise außerhalb des von uns erfahrenen Wahrnehmungsbereiches liegen. Die Saumedhika-Sicht kann sich diese übersinnlichen Wahrnehmungen zu Nutzen machen, ist aber nicht an sie gebunden. Jeder Mensch verfügt über gewisse übersinnliche Fähigkeiten. Wie stark diese ausgeprägt sind, ist abhängig vom Grad der sinnlichen Empfänglichkeit, die er oder sie entwickelt hat.

Die normalen intellektuellen Funktionen des menschlichen Mind sind überwiegend zeitabhängig, d.h. begrenzt durch ihre sequentielle lineare Ordnung. Saumedhika schlägt eine Brücke von der linearen Zeit zu einer nicht-linearen, uneingeschränkten Empfänglichkeit, in der jeder Moment oder jedes Objekt der Schöpfung unabhängig von Zeit und Raum in seiner Gesamtheit erkannt werden kann. Ein Beispiel: Durch Saumedhika wird eine Person nicht ausschließlich so erfahren, wie sie gemeinhin zu sein scheint. Stattdessen wird diese Person zusätzlich auch direkt, als vollkommener göttlicher Wille und Kraft erfahren, die sein oder ihr Werden und Sein durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hindurch zum Vorschein kommen lassen und aufrecht erhalten. Diese Art der Sicht erlaubt darüber hinaus Einblick sowohl in die unterstützenden wie auch die zerstörerischen karmischen Kräfte, die das grundlegende Bewusstsein einer Person durch dieses und frühere Leben hindurch beeinflussen.

Die Saumedhika-Sicht ist ein vollkommen offenes, nicht enden wollendes Bewusstsein des einzigen Wahrnehmenden: Gott-Göttin, die sich einer ewigen Spirale entlang in den Ausdruck hinein und wieder aus ihm hinaus bewegt. Das Schicksal jeder Seele ist aufs Intimste und für immer mit dem Willen dieses göttlichen Wahrnehmenden verbunden. Das können wir auch ihr Dharma nennen. Wenn jemand von seinem Weg abgekommen oder sein Dharma in irgendeiner Art und Weise blockiert ist, zeigt sich dies in seinem Leben in Form eines Schatten, der das Licht der Sonne blockiert. Das Licht symbolisiert hier die erhellende Kraft des höheren Selbst. Dies wiederum erlaubt mir, für diejenigen zu wirken, die ihre wesentliche Beziehung suchen, die Beziehung, die auf direktem Weg zur Selbsterkenntnis führt.

 
Frage: Ich nehme an ein Amartya Meister ist ein unsterbliches Wesen?

Aaravindha: Ja, das ist richtig!


Frage: Was für ein Segen, in ihrer Gesellschaft gewesen zu sein! Ich hoffe, du wirst uns über diese Erfahrung noch mehr erzählen. Aber bevor du damit fortfährst, könntest du noch ein bisschen mehr über die Saumedhika-Sicht sprechen? Es muss wundervoll gewesen sein, damit aufzuwachsen. Wie war das?

Aaravindha: Die Vermutung, dass es aufregend gewesen sein muss, in seiner Jugend oder überhaupt in seinem Leben über eine Fähigkeit wie die der Saumedhika-Sicht zu verfügen, liegt natürlich nahe. Für mich war es allerdings nicht ohne Schwierigkeiten und Herausforderungen. Während des größten Teils meiner Jugend war ich oft damit beschäftigt, zu lernen, in diese Fähigkeit hinein zu wachsen und in ihr eine gewisse Reife zu entwickeln. Eine meiner größten Herausforderungen bestand darin, zu lernen, mich damit in mein soziales Umfeld einzufügen. Zu lernen, was ich sage und wann ich besser schweige, und auch, wie ich mich verhalte angesichts dessen, was ich wusste und sah, erwies sich für mich als ziemlich schwierig. Besonders in meiner frühen Jugend sah ich mich durch die Verfügbarkeit der Saumedhika-Sicht einer Vielfalt von Erfahrungen ausgesetzt, die entweder zu fortgeschritten waren, als dass ich sie verstanden hätte, oder die - auch das war gelegentlich der Fall - zu schmerzhaft waren, als dass ich gewusst hätte, wie ich mit ihnen umgehen soll. Die Saumedhika-Sicht zu haben macht es so gut wie unmöglich, auf mentaler Ebene irgendetwas zu verleugnen oder zu verdrängen. Saumedhika-Sicht ist einfach. Sie ist sowohl schön wie auch roh. Sie ist eine Art ewiger Quelle unendlicher Kostbarkeiten, die das wahre Licht des Wissens in seiner Reinheit verkörpern. Damit dieses Wissen zustande kommen kann, darf es die Schatten, die das Licht blockieren, nicht ausschließen. Saumedhika offenbart ohne Rücksicht auf die eigenen Befangenheiten und Vorlieben.

Natürlich hat diese Art von Erfahrung auch ihre schönen Seiten: Die beste davon war für mich die Möglichkeit, einzigartige, dem gewöhnlichen Auge verborgene Anblicke zu sehen und zu erfahren. Ich habe Blumen nicht nur über ihr Aussehen und ihren Geruch, sondern auch über ihre Töne wahrgenommen. Naturdevas zu erfahren war so natürlich, wie alles andere zu sehen. Ich kann mich daran erinnern, wie ich viele Sommernachmittage damit verbracht habe, in der weichen, grünen Wiese des elterlichen Gartens auf dem Rücken liegend lebenden Yantras auf ihrem Weg am blauen Himmel entlang nachzugespüren. In meiner Kindheit war die Saumedhika eine zusätzliche Möglichkeit, das Leben zu erfahren. Ich erinnere mich daran, eine endlose Auswahl schöner Erfahrungen zu meiner Verfügung gehabt zu haben. Es gab aber auch Verletzlichkeiten, mit denen ich zu kämpfen hatte.


Aara_Nymp500x438.jpgFrage: Kannst du das ein bisschen ausführlicher schildern?

Aaravindha: Meine größte Verletzlichkeit bestand in meiner jugendlichen Naivität. Innerhalb unserer Welt existieren für die normale Wahrnehmung des Lebens bestimmte Parameter, auf die hin unsere fünf Sinne ausgerichtet sind. Diese Parameter fungieren nicht nur als Grenzen, innerhalb derer wir lernen zu funktionieren, sondern bieten auch eine Art Schutz vor unsichtbaren Kräften, die andernfalls vielleicht verheerenden Schaden in unserem Leben anrichten würden. Versuch einmal, dir vorzustellen, dass dir diese schützenden Parameter nicht als Begrenzung deiner Wahrnehmung zur Verfügung stehen. Ganz offensichtlich würde sich dir dadurch ein viel breiteres Erfahrungsspektrum zwischen den Kontrasten von Licht und Dunkel, richtig und falsch, usw. eröffnen. Es gibt da ein altes Sprichwort, das lautet "Aus den Augen, aus dem Sinn." Wie aber wäre es, wenn auch Dinge, die du lieber nicht wahrnehmen würdest, nicht außerhalb deiner Wahrnehmung wären. Für mich als Saumedhika-Kind war das eine besondere Herausforderung, weil ich wirklich niemanden hatte, mit dem ich über diese Dinge hätte reden oder der mir ratend hätte zur Seite stehen können. Aus dem einfachen Grund, weil Saumedhika eine sehr seltene Gabe ist, etwas, zu dem man in unserer Welt gemeinhin keinen Zugang hat. Glücklicherweise gelang es mir im Laufe meiner jungen Jahre aber auch, durch diese besondere Sicht meine Anbindung an das Heilige zu entdecken. Diese Entdeckung ermöglichte mir die Verbindung zu den Wesen aufzunehmen, die mir die benötigte Unterstützung geben konnten. Diese Entdeckung wurde und ist meine wichtigste Quelle der Inspiration.

 
Frage: Du sagst, du hättest durch die Entdeckung des Heiligen auch die Verbindung zu denjenigen gefunden, die dir Unterstützung geben konnten. Waren das die Amartya Meister? Kannst du uns sagen, wer oder was dich unterstützte?

Aaravindha: Ich bin sehr dankbar, dass ich in diesem Leben mit dem Wissen um drei wegweisende Quellen der Inspiration gesegnet bin. Jede von ihnen hat im Stillen ihren Anteil an meinen persönlichen spirituellen Erkenntnissen und hat mich darüber hinaus dabei unterstützt, das Sambodha-Grundwissen zur Verfügung zu stellen. Eine dieser Quellen habe ich bereits genannt: meine Beziehung zu den großartigen "Amara Manusya" Meistern. Zum ersten Mal wurde ich der Amartyas im Alter von sechs Jahren gewahr, als mir einer von ihnen in einer Situation von außergewöhnlicher Schwierigkeit und Verwirrung physisch zur Hilfe kam. Mein ganzes Leben hindurch ist mir ihre Führung zu gute gekommen. Im Sommer 2004 empfing ich die Einladung, sie im Himalaya besuchen zu kommen. Ich trat die Reise zwei Jahre später an. Der lange Weg, der mich schließlich in ihr heiliges Tal in einer sehr weit entlegenen, schwer zugänglichen Gebirgsregion führte, erwies sich als äußerst Kräfte zehrend. Diese Reise wurde zum wichtigsten und bedeutungsvollsten Abenteuer meines Lebens, in dessen Verlauf meine viele Lebenszeiten währende persönliche spirituelle Suche ihre Erfüllung fand.

Aara_Ind400x327.jpgDie zweite Quelle meiner Inspiration ist eng verbunden mit der ersten. Es ist die Wiederentdeckung meiner Verbindung zu der uralten "Solaren Tradition", die in altem Sanskrit als "Acararka Paramapara Devapatha" bezeichnet wird. Dieser älteste aller Namen bezieht sich auf eine niemals endende heilige Tradition der Sonne, die im Geheimen durch die Zeitlosigkeit hindurch Bestand hatte und hat. Scheinbar ohne Anfang oder Ende besteht sie fort durch eine unendliche Linie vollständig erleuchteter Meister. Ich habe die Sambodha-Gemeinschaft gegründet, damit sie als eine Art Schnittstelle zwischen den Wesen dieser Welt, die sich entschieden haben, ihr Leben dem Weg der Selbsterkenntnis zu widmen, und der heiligen Inspiration und dem Wissen der Solaren Tradition dient.

Die dritte Quelle meiner Inspiration entwickelte sich so natürlich wie meine Fähigkeit zu atmen. Solange ich mich erinnern kann, habe ich immer eine alles durchdringende, im Herzen des Lebens ruhende Präsenz wahrgenommen. Ich habe diese Präsenz als "Ura", als das spirituelle Herz unserer einen göttlichen Mutter kennen gelernt, das für mich immer die erhellende Kraft Gottes verkörpert hat. Sie ist das Licht in der Flamme, die Freude in wahrhaftigem Seva, der Ruf unseres Dharmas und der mühelose Pfad echten Mitgefühls. Für ein unverteidigtes Herz ist sie beides, sowohl die Sehnsucht als auch die Antwort, die diese Sehnsucht stillt. Sie ist "göttliches Lila", Gottes Spiel. Und: Sie ist die Stille, die über uns wacht. Wenn wir jeden Widerstand zur Wahrheit aufgeben, wird Sie unsere Liebe. Sie ist auf eine für jeden von uns einzigartige Art und Weise das, was wir in unserer Erleuchtung erkennen werden. Ihre Schönheit weist uns auf dieser Reise den Weg. Wir entdecken Sie durch diejenigen unserer Handlungen, die von Aufrichtigkeit, Großzügigkeit, Dankbarkeit, Demut, Geduld, Güte und Hingabe inspiriert und erfüllt sind. Von Ihr stammt das Flüstern, das uns in unsere Unschuld zurückruft, damit wir in ihr die wahre Bedeutung jeder Art von Beziehung entdecken. Unweigerlich werden wir erkennen, dass Sie beides ist, Geliebte und Liebende.


Frage: Das sind sehr ergiebige und inspirierende Quellen! Du hast erwähnt, dass sie dich bei der Hervorbringung deiner Lehren bzw. dessen, was als Sambodha-Grundwissen bezeichnet wird, unterstützt haben. Kannst du uns einige konkrete Beispiele dieses Wissens geben und uns ein bisschen mehr über seine Anwendung im Leben sagen?

Aaravindha: Bevor ich diese Frage beantworte, sollte ich vielleicht zunächst erklären, dass das bereitgestellte Wissen von ausgesprochen weitreichender und vielgestaltiger Art ist. Ein sehr großer Teil des Grundwissens ist nahezu ohne Beschränkung kostenfrei jedem aufrichtigen Wesen zugänglich, das verspricht, dieses Wissen in dem Lichte zu ehren, in dem es weitergegeben wird. Andere Aspekte des fortgeschritteneren Wissens erfordern für ein vollständiges Verständnis und die entsprechende Umsetzung ein gesondertes Training, das in Form von Seminaren oder Studiengruppen erfolgt. Es gibt bereits eine ganze Reihe von ausgebildeten Lehrern, zu denen weltweit ständig neue hinzukommen.

Um weiter auf die Arten des Wissens einzugehen: Unser Grundwissen erstreckt sich von sehr einfachem und leicht zugänglichem bis hin zu äußerst forgeschrittenem Wissen, das zuvor nirgendwo sonst verfügbar war. Obwohl uns auch die Bereitstellung von Wissen über Gesundheit und körperliche Heilung sehr am Herzen liegt, richtet sich unser Hauptfokus auf solches Wissen, das die erwachende Seele auf ihrer Reise zur vollständigen Selbsterkenntnis und Selbstermächtigung unterstützt.

Aara_Semin400x532.jpgDas dargebotene Wissen wird entsprechend des Bedarfes der Lernenden, Lehrer und der Welt im Allgemeinen aufbereitet und bereitgestellt. Wie gesagt, es handelt sich um ein sehr breites Spektrum an Wissen: Es kann sich auf physische oder energetische Prinzipien beziehen oder auf die Prinzipien des niedrigen und höheren Selbst. Wir offerieren der Welt sehr alte, völlig neue und aktuell verfeinerte Techniken der Heilung, genauso wie fortgeschrittene Meditationstechniken, Wissen, das unsere Beziehung zum Leben bereichern kann, und natürlich Wissen, das zur Erleuchtung führt. Wissen, das auf die physische Ebene ausgerichtet ist, kann zu unserer Gesundheit, Heilung, Langlebigkeit und der Maximierung des Potentials unseres Körpers und unserer Umwelt beitragen. Wissen, das auf die energetische Ebene ausgerichtet ist, ist vornehmlich dazu gedacht, energetische Polaritäten je nach Bedarf zu vergrößern oder auszugleichen, wodurch wiederum Körper und Mind in ihrer Ausrichtung auf das höhere Selbst unterstützt werden. Wissen, das auf der intellektuellen Ebene angesiedelt ist, dient der Reinigung der verschiedenen Schichten unseres Mentalkörpers. Die Archive des Sambodha-Wissen wachsen von Tag zu Tag. Die Bandbreite des Wissens, das zum Wohle der Menschheit in den Ausdruck gebracht werden kann, hat wirklich kein Ende.

Kurz gesagt: Meine Absicht bei der Hervorbringung des Wissens ist dreifach: Eine der Wissenkategorien, auf die wir unsere Aufmerksamkeit richten, dient der Vervollkommnung wissenschaftlichen und spirituellen Wissens, das unserer Welt bereits bis zu einem gewissen Grad bekannt ist. Es gibt dank verschiedener Traditionen bereits viele wunderbare Techniken und Praktiken, die wirklich sehr hilfreich und anwendbar sind. Eine andere Kategorie des Wissens ist darauf ausgerichtet, kraftvolle alte Praktiken und Techniken hervorzubringen, die in unserer Welt gefehlt haben oder verloren waren. Hier ist das hohe Wissen der Tempel zu finden, das in der Vergangenheit nur den höchsten spirituellen Adepten vorbehalten war. Und die dritte Kategorie beinhaltet Wissen, das sich aus der gewaltigen Wissenstruktur heraus neu formt und erst noch zu erschließen ist. Ein enormes Reservoir an Wissen wartet immer noch darauf freigelegt zu werden. Darin liegen die größten Geheimnisse unseres Universums.


Frage: Angenommen ich wäre ein völliger Fremder, der sich auf der Suche nach Gott und der Wahrheit befindet, und würde aus der Absicht heraus, Anleitung und Unterstützung zu finden, wissen wollen, wer du bist. Was könntest du mir über dich sagen; etwas, das mir wirklich helfen würde, dich zu verstehen?

Aaravindha: Die Weisen wissen, wann sie besser nicht zuviel sagen! Besonders über sich selbst. Alles, was wir über das, was wir sind, sagen, wird eines Tages hinweg gefegt werden müssen, wenn wir die Freiheit unseres wahren Seins entdecken wollen. Wir verbringen ganze Lebenszeiten mit der Suche nach diesem Jemand, der wir vielleicht sind. Genau dieses Streben hält uns in unseren Begrenzungen und unserem Leiden gefangen. Ich würde diesem Unbekannten sagen, dass er aufhören soll, zu versuchen, mich kennen zu wollen; das ist reine Zeitverschwendung. Erkenne zunächst dich selbst und du wirst auch mich augenblicklich erkennen. Wir können niemand anderen wahrhaftig (er-)kennen, solange wir nicht frei sind von dem Druck, der aus den Verteidigungsmechanismen und den Ambitionen der Person entsteht, die wir glauben bereits zu sein oder eines Tages werden wollen. Sei stattdessen unschuldig und empfänglich wie ein Kind. Entdecke deine Demut und deine Geduld wieder, deine Güte und dein Mitgefühl.

Alles, was über mich wahr ist, ist bereits da, in dir. Alles andere ist nur ein Spiel.

 

     
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